Seit mehr als einem Jahr brodelt der Schmiergeldskandal bei Siemens. Die Bemühungen, den Sumpf trockenzulegen, aufzudecken, bringen immer wieder neue Zahlen ans Licht. 1,2 Milliarden Euro an dubiosen Zahlungen sollen als Schmiergeld eingesetzt worden sein, vorwiegend im Ausland.
Peter Löscher, seit sechs Monaten Vorstandsvorsitzender bei Siemens, treibt die Aufklärung der Schmiergeldaffäre voran. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Siemens-Mitarbeiter ausgesagt und dabei einzelne Manager direkt beschuldigt. Dabei gibt es offenbar Hinweise, die auch noch im vergangenen Jahr aktive Vorstände betreffen, unter anderem Klaus Kleinfeld und Heinrich von Pierer. Nun will die Konzernspitze die auf dem Aktionärstreffen zunächst vorgesehene Entlastung des Vorstandes wegen der Vorwürfe vertagen. Auch der Umbau des Konzerns und die Verkleinerung des Vorstands soll zur Aufklärung beitragen. Doch reicht das und wie geht es weiter bei Siemens? Wo steht der Technologieriese, was macht die Affäre mit seinem Image und wie versucht Löscher, das Ruder herumzureißen? Joachim Eggers berichtet.
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